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Bondi Beach2



...am Tag...




... und in der Nacht.

2 Kommentare 30.8.11 02:37, kommentieren

Studieren ist in jedem Land anders

Studieren ist in jedem Land anders; selbst in Deutschland gibt es grosse Unterschiede. An der ACU in Strathfield besuche ich als Vollzeitstudentin pro Semester vier - an der PH Heidelberg hingegen elf bis zwoelf Veranstaltungen. Da ich hier auch ein Praktikum mache, habe ich nur drei Veranstaltungen – in Deutschland haben wir das Prktikum zusaetzlich zu dem normalen Semesteraufwand.

Während an der PH Heidelberg jedoch eine Veranstaltung – sei es Vorlesung, Seminar oder Hauptseminar - aus 2 SWS (genaugenommen aus 90 Minuten) bestehen, setzt sich eine „Veranstaltung“ hier aus einer 50minütigen Lecture (so wie unsere Vorlesung) und einem 90minütigem Tutorial (wie ein Hauptseminar) zusammen.

Da die australischen Studenten nicht so viel Zeit in der Uni verbringen, ist es vorgesehen, mehr „eigenverantwortliches Lernen“ (so haben wir das in der Schule genannt) zu praktizieren. Das sieht folgendermaßen aus: In regelmäßigen Abständen (ca. 2-3 Mal pro Semester, pro Subject), schreibt der Student ein Assessment, eine Art Hausarbeit. Diese besteht aus beantworteten Fragen und gelösten Aufgaben, die der Dozent stellt. Am Ende des Semesters folgt nach einer freien Woche (Studyweek) dann häufig noch eine Klausur. Das ist ganz schoen viel Arbeit und man hat wirklich nie frei im Semester, weil sobald ein Assessment abgeschlossen ist, schon das Naechste ansteht.

Das Studium hier ist auch von der Art der Aufgaben anders. Manchmal sitze ich in einem Tutorial oder auch zu Hause und frage mich, ob ich die zu loesende Aufgabe richtig verstanden habe, weil mir das Ganze ziemlich merkwuerdig vorkommt. Wenn ich dann jemanden (im besten Fall einen Australier) frage, wird mir dann meistens besteatigt, dass ich richtig liege. Dann frage ich mich oft, ob ich die Aufgabe tatsaechlich loesen sollte (Zeit ist ja auch kostbar), weil ich den Sinn dahinter beim besten Willen nicht erkennen kann... Es ist ja nicht so, dass das an der PH noch nie passiert ist, aber an die Art und Weise der Methoden und des Studiums sind hier echt anders, sodass ich mich erst noch daran gewoehnen muss...

 

Die ACU ist eine Privatuni, was bedeutet, dass man hier pro Semester ganz schön viel dazuzahlen muss. Dafür sind das Gebäude und Gelände wirklich schön und im Hof (eigentlich eine Rasenfläche) befinden sich lauter Palmen. Außerdem sind hier Lautsprecher installiert, aus dem ab 10am die neueste Musik ertönt. Wenn die Sonne scheint (und das tut sie hier ziemlich oft, auch im Winter), kann man sich an die Tische oder auf den Rasen setzen und man vergisst, dass man in der Uni ist.

Ueberhaupt herrscht hier eine tolle Lebensfreude und die Leute sind alle mega nett und hilfsbereit, sodass ich mich auch daran erst gewoehnen musste - ja musste, denn an „positive“ Dinge gewoehnt man sich gerne und schnell!

 

 

1 Kommentar 26.8.11 06:28, kommentieren

Australian Catholic University





hier darf ich studieren

5 Kommentare 24.8.11 06:28, kommentieren

Irrwege, eine Eratzmami und die Reeperbahn

Am Donnerstag morgen sind Sascha (nein Sascha, nicht du - ein anderer) und ich das erste Mal zu unserem Praktikum gefahren. Nach anfänglichen Wegschwierigkeiten kamen wir dann doch noch "just in time" in der Grundschule an. Dort lies man uns dann erst einmal warten... und warten ...und warten. Wir wunderten uns schon etwas, denn die erste Stunde fing gerade an und die Lehrerin, die für uns zuständig sein sollte, war immer noch nicht aufgetaucht.
Aber da! Da kam dann doch eine Frau auf uns zu - (Sascha und ich freuten uns schon) - und sagte, dass sie gar nicht wüsste, wer wir seien und was wir denn bei ihnen machen wollten!? Wir wussten das natürlich ganz genau, erklärten dies wortreich und zeigten ihr auch das Schreiben, das wir erhalten hatten. Da stellte sich heraus, dass wir leider an der falschen Schule gelandet waren.

Man mag nun denken, dass klein Carina einfach keine Karte lesen kann - aber nein! Intelligenterweise stand auf der 1. Seite unseres Schriebes die richtige Anschrift, dahinter waren allerdings Seiten mit der Wegbeschreibung (der wir natürlich brav gefolgt sind) zu einer anderen Schule geheftet. Aber das ist ja nicht schlimm, hier sieht man das ja alles nicht so eng und Schule ist schließlich Schule, oder nicht? Sascha und ich meinten: eher nicht und machten uns auf den Weg in die richtige Schule (naja, eigentlich machten nicht wir uns auf den Weg...die nette Frau aus der Schule fuhr uns mal eben im Auto dort hin).



"Kent", das Maskottchen der Kent Road Public School (richtige Schule)


Über eine Stunde zu spät, kamen wir dann in der anderen Schule an. Die Lehrerin dort freute sich sehr uns zu sehen, woran wir merkten, dass wir endlich am richtigen Ort angekommen waren. Nach einem Ereignissreichen Vor- und Nachmittag (Schule geht hier auch für Grundschüler bis 15:10), verbrachten wir noch ein nettes Stündchen mit der Lehrerin in der Schule, in dem sie ihr gar nicht so üblen Deutschkenntnisse einbrachte.

Glaubten wir, die Lehrerin wäre im Umgang mit ihrer sehr süßen 1. Klasse in ihrem Element gewesen, so revidierten wir nun unsere Meinung: als alle Schüler gegeangen waren, legte sie erst so richtig los, indem sie uns "einen Schwank aus der Jugend" erzählte, wie meine Tante sagen würde. Vor einigen Jahren (es waren wirklich schon einige), war sie für ein paar Tage in Hamburg und wollte dort telefonisch ein Zimmer mieten - für 4 Tage. Sie war ziemlich verwundert, dass sie am Telefon gefragt wurde, ob sie 4 Tage oder eher Stunden bleiben wolle. Sie wollte 4 Tage ... - und durfte sich vor Ort dann immer die Augen zuhalten, wenn sie ihr Mietzimmer, das sich genau auf der Reeperbahn befand, verlassen wollte!
Ihre Schilderungen waren sehr wort- und bildreich. Sascha und ich hatten nur einen Gedanken: die nächsten Wochen würden bestimmt sehr unterhaltsam werden.

Dass wir damit recht hatten, zeigte sich schon auf dem Rückweg. Weil wir auf Grund der falschen Wegbeschreibung ja nun auch keine nach Hause hatten, packte uns die Lehrerin kurzerhand in ihr Auto und ließ es sich nicht nehmen, uns ein ganzes Stück mitzunehmen. Unterwegs fuhren wir dann gleich noch Tanken, wobei sie jedem von uns einen riesigen Schokoriegel in die Hand drückte. Dann ernannte sie sich selbst als Reiseführerin, denn sie war fest entschlossen uns das schöne Eastwood und auch Sydney näherzubringen. Ein privates Sightseeing bleibt abzuwarten.

Da man ja im Ausland ab und zu einen Kontakt braucht, der einem die Türen öffnet, sei es beim Arzt wegen der Krankenkasse oder bei sonstigen Angelegenheiten, entschloss sie sich, dieser Kontakt für uns zu sein. "Ich helfe euch wann immer ihr mich braucht, sagt nur bescheid. Ich kann eure Ersatzmama sein", so ihre Worte. Sprachlos von so viel entgegenkommen aßen Sascha und ich unseren Schokoriegel...

2 Kommentare 12.8.11 09:49, kommentieren

Bondi Beach




...für Chris, der "schon lange keinen Stand mehr gesehen" hat

4 Kommentare 8.8.11 02:35, kommentieren

"Links, Rechts, Links"

"Links, rechts, links"...so haben wir das in der Schule gelernt - zu meiner Zeit jedenfalls. Aber Zeiten ändern sich ja bekanntlich. Neuerdings muss ich erst nach rechts und anschließend nach links schauen, wenn ich eine Staße überqueren will.
Das weiß ich zwar theoretisch, aber praktisch sieht das Ganze dann doch wieder anders aus. Wenn ich über die Staße gehe, weiß ich inzwischen "Halt! Hier musst du auf die andere Seite gucken, als zu Hause." Dann bleibe ich stehen und bin ganz verwirrt "Welches war denn jetzt nochmal die andere Seite und welche ist die normale"?!?
Meistens gucke ich dann zehn Mal hin und her bis ich realisiere, von wo die Autos kommen...

Blöd ist es, wenn ich in Gedanken bin, so wie gestern. Auf dem Weg zum Strand war ich schon über die halbe Straße drüber (in der Mitte ist eine Insel), habe dann natürlich nach rechts geguckt und stand schon mit dem Fuß auf der Staße, als ich bemerkte, dass da ein Auto kam - und zwar nicht von der vermuteten Seite...

Man sollte nicht meinen, wie sehr es einen Menschen prägt, ob Rechts- oder Linksverkehr in seinem Land herrscht.
Das Linksgehen beschränkt sich hier nämlich nicht nur auf den Straßenverkehr, auch die Fußgänger gehen links aneinander vorbei. Die einzige Außnahme bilde ich. Egal ob im Bahnhof, auf dem Bürgersteig oder der Rollteppe - an Carina kommt keiner vorbei! Ja auch auf der Rollteppe! Hier heißt es nämlich links stehen und rechts gehen. Dumm, wenn es jemand eilig hat, denn wenn ich da stehe, wars das wohl mit dem Zug erwischen!

Wenn ich es merke, dann wechsel ich immer ganz verschämt die linke Seite. Vorgestern Abend jedoch, als nicht so viel los war, habe ich mich ganz bewusst nach rechts gestellt und mich am Geländer festgehalten. Das war ein unbeschreiblich schönes Gefühl - wie zu Hause!
Als ich Joyo das erzählt habe, hat er mich ausgelacht. Er hat eben keinen Sinn für die essentiell Wichtigen Dinge im Leben.

1 Kommentar 7.8.11 13:30, kommentieren

Unser jüngstes WG-Mitglied




der Huskywelpe Sam


7.8.11 16:08, kommentieren

"Don't worry"

"Dem Land muss seine Bevölkerung wirklich viel Wert sein", dachte ich, als ich das erste Mal in die Bahn einsteigen wollte. Die sieht nämlich aus, wie ein Geldschrank. Sie ist siber, wie mit Aluminiumfolie überzogen und hat mich irgendwie an Onkel Dagobert erinnert. Der Gedanke war allerdings nur von kurzer Dauer, denn als ich einstieg hatte ich eher das Gefühl im Zoo zu sein: es roch unverwechselbar nach Ziege. Woher es kam, konnte ich zwar nicht ausmachen, aber man gewöhnt sich ja an alles. Es gibt übrigens ganz viele Bahnen hier- South Coast Line, Nothern Line und wie sie alle heißen. Welche von denen nach Ziege stinkt weiß ich auch nicht mehr, aber es sind nicht alle.

Die Menschen hier haben eine ganz andere Mentalität als wir Deutschen - "don't wory" scheint hier das Lebensmotto zu sein. "Mach dir keine Sorgen, irgendwann ergibt sich alles so, wie es sein soll". Das versuche ich gerade zu verinnerlichen - wer mich kennt weiß, dass das für mich manchmal gar nicht so leicht ist. Das hab ich vor allem bei der Wohnungssuche feststellen müssen.

Es werden hier haufenweise Zimmer angeboten, die man sich mit weiß ich wie vielen Leuten teilen muss und die ein Vermögen kosten: 150$, sprich ca.120 Euro kostet hier so ein (doppel-vierer-) Zimmer PRO WOCHE, wenn es günstig ist! Anfangs wollte ich deswegen gar nicht suchen, aber da es auch nicht intelligent ist, in einem viel teureren Hostel zu wohnen, machten wir uns dann doch auf die Suche.

Dabei kam das Lebensmotto der Austalier wieder zum Vorschein - "don't wory", auch wenn das Zimmer viel zu klein, seit Jahren nicht mehr geputzt und im Bad Schimmel ist, don't wory, du wirst dich schon wohlfühlen hier. So ganz anfreunden konnte ich mich damit dann aber doch nicht - was auch gut war. Denn nach einigem Suchen haben wir dann doch etwas gefunden - zwar auch mit Schimmel im Bad, aber duschen muss man hier ja nicht, denn wir wohnen nun ca. 4 Gehminuten vom Bondi Beach entfernt, wo man ganz wunderbar schwimmen und surfen kann. Angst vor Haien und Alligatoren braucht man hier auch nicht zu haben, denn der Strand ist mit einem Hainetz gesichert. Ob sich die Doktorfische da durchzwängen können weiß ich nicht.



hier wohnen wir

6 Kommentare 4.8.11 04:02, kommentieren

Jetlag lässt grüßen

Joyo und ich sind inzwischen in Sydney angekommen. Insgesamt war der Flug gar nicht so schlimm wie ich dachte. Von Frankfurt aus sind wir ca. 6 Stunden nach Dubai geflogen, von da aus 7 Stunden nach Kuala Lumpur (Malaysien), haben dort einen Zwischenstop gemacht und sind dann mit dem gleichen Flugzeug wieder 7 Stunden nach Melbourne geflogen. Die Zeit verging ziemlich schnell – zum einen, weil ich jedes Mal neben einem neuen interessanten Menschen gesessen habe (@ Toni: ich habe eine sehr nette Namensverwandte von dir kennengelernt, die ich hoffentlich auf meiner Reise nochmal wiedersehen werde) – und zum anderen, weil sich die Fluggesellschaft ein Unterhaltungsprogramm der besonderen Art überlegt hat:


Ca. alle 2 Stunden kommen die Stuardessen und tischen einem Essen auf. Zwischen Frühstück, Mittag und Abendessen gibt es ständig Snacks und zwischendurch werden Säfte, Wasser oder Kaffee angeboten. Das ist eigentlich super, weil man fast immer etwas zu tun hat. Manchmal ist man mal eine Stunde auf sich alleine gestellt - dann kommt wieder das nächste Essen, zu dem man sich aufrafft.

Das besteht übrigens aus gefühlten 1000 Päckchen, die man öffnet und mit dem Inhalt eines anderen Päckchens vermischt. Am Anfang habe ich mich noch gefreut über die vielen „Geschenke“, die ich öffnen durfte, irgendwann wurde es dann aber doch langweilig …schließlich waren wir 2 Tage unterwegs (na gut – die Zeitverschiebung eingerechnet natürlich). Die beträgt übrigens + 8 Stunden. Jetzt gerade zum Beispiel ist es bei mir 20:35 und ich bin wahnsinnig müde. In Deutschland dagegen ist es erst 12:36…

Wirklich anstrengend wurde die Reise ab Melbourne, wo wir 6 Stunden auf den nächsten Flug warten mussten- und das von 1 bis 7 in der Früh! Ich musste mich anstrengen, um nicht im Stehen einzuschlafen. Um 10 Uhr, waren wir dann endlich in unserem Youth Hostel, in dem wir zur Überbrückung wohnen werden. Geschlafen habe ich übrigens nur kurz – weil man nach Expertenmeinung nicht den ersten Tag im neuen Land verschlafen sollte, weil man dann nie in die neue Zeit findet. Das hatte zur Folge, dass ich heute verschiedentlich eingeschlafen bin, wenn ich das gar nicht wollte…


Gute nacht!


PS: Da das Internet hier bis jetzt nicht so frei verfügbar ist wie erwartet, werde ich diesen und folgende Beiträge erst online stellen können, wenn sich die Gelegenheit dazu ergibt.


3 Kommentare 30.7.11 14:13, kommentieren

Die letzten Tage in Heidelberg

Wie ich ja wisst, hatte ich einen Tag vor meinem Abflug noch meine letzte Prüfung. Es war ganz schön stressig, am Dienstagmittag nach Hause zu kommen und dann bis zum nächsten Morgen alle Siebensachen zu packen und dann auch noch mein Zimmer komplett auszuräumen – ich musste meine Lieblings WG ja leider vorerst aufgeben.

Geschafft habe ich es trotzdem – inklusive exklusiver privater Abschlussparty mit Chris und Rob am Dienstagabend. Es mag für viele unglaublich dumm sein, die ganze Nacht durchzufeiern, zweieinhalb Stunden zu schlafen um dann aufzustehen, auszuziehen und sich auf eine fast zweitägige Reise zu begeben, aber es war großartig

Mitgenommen habe ich einen Sack voller Wünsche von meinen Freunden. Bei diesen handelt es sich vorwiegend um australische Mitbringsel, wie Känguruhs mit und ohne Kind im Beutel, Schnabeltiere, Wombats, Koalabären und viele mehr. Ausdrücklich wurde ich gebeten, diese doch bitte lebend und nicht in Form eines Kuscheltieres mitzubringen.

Dank meinen Freunden weiß ich jetzt auch was ich mache, wenn mir beim Schwimmen im Meer ein Alligator in den Arm beißt: entweder mit dem Finger der anderen Hand in das Auge des Ungeheuers stechen oder mit der im Rachen steckenden Hand die Zunge ergreifen und kräftig daran ziehen. Im besten Fall aber beides. Wenn ein Hai dann mein Blut riecht und auf mich zukommt, ist es ratsam, Lullu ins Wasser zu machen. Der Geruch des Urins soll die Viecher tatsächlich abschrecken und mir somit das Leben retten. Im schlimmsten Fall jedoch kommt vorher einer von den kleinen Fischen mit der Rasiermesserscharfen Flosse auf dem Rücken vorbei, fühlt sich durch meine kläglichen Versuche Delfin zu schwimmen bedroht, und schneidet mir die Finger ab. Kommt dann ein Alligator und meine ohnehin schon verletzte Hand steckt dann in seinem Rachen, ist der Plan mit dem Zunge ziehen allerdings schon wieder hinfällig…


2 Kommentare 30.7.11 14:10, kommentieren