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Mamma Mia!

Das Leben hier in Sydney nimmt langsam festere Formen an. Anfangs war noch alles neu und aufregend, inzwischen habe ich mich an Land und Stadt gewöhnt und auch an das Englisch sprechen habe ich gut verinnerlicht. Inzwischen mixe ich manchmal beide Sprachen ohne, dass ich mir dessen bewusst bin.
Dazu, dass hier langsam der Alltag einkehrt, gehören natürlich auch ein paar Freunde und - ein Job.

Ich habe schon eine Weile nach einem gesucht und hatte mir zuerst überlegt als Babysitterin zu arbeiten. Leider gibt es auf dem Markt aber nicht unendlich viele Angebote und dass ich Vormittags selten Zeit habe (ich studiere ja auch noch), macht die Sache auch nicht einfacher. Nachdem sich auch noch viele Männer mit unseriösen Angeboten bei mir gemeldet hatten, dachte ich mir, dass ich vielleicht einfach das machen sollte, was mir am meisten liegt: Verkaufen! Aber natürlich nicht so, wie die das gerne hätten
Tja, gedacht, getan und dieses Mal war ich erfolgreich: Ich werde nämlich ab nächster Woche Eis verkaufen und zwar in einer Eisdiele direkt bei uns am Strand.

Gestern habe ich Probegearbeitet und habe mich anscheinend dabei nicht unendlich doof angestellt, sodass der Besitzer der Eisdiele sich entschlossen hat, mich in seinem Team aufzunehmen.

Bis zu meinem ersten Arbeitstag muss ich aber noch viel lernen, zum Beispiel wie man Eis herstellt, wie man es abfüllt und vor allem wie man es serviert! Letzteres ist schwieriger als man so denkt, denn die Eisdiele ist "original Italienisch" und Kenner wissen, dass hier keine Eiskugellöffel verwendet werden, sondern die Kugel eigenhändig formt...mmmh, wie sagt man...ich würde es "spachteln" nennen.
So eine Eiskugel ist gar nicht so einfach zu formen, wenn die Konsistenz des Eises entweder steinartig (weil zu kalt), Kaugummiartig, oder Puddingartig (weil zu warm geworden) ist. Da leider fast immer einer dieser Fälle eintritt, ist es GENERELL schwierig eine vedammte Kugel zu formen.

Heute habe ich geschlagene 3 Stunden damit verbracht, Eis in der Waffel mit jeweils einer Kugel, Eis im Becher mit jeweils einer Kugel, Eis in der Waffel mit jeweils 2 Kugeln, sowie Eis im Becher mit jeweils 2 Kugeln zu erstellen, diese alle zu wiegen (damit ich ein Gefühl bekomme, wie groß eine Kugel sein sollte) und anschließend wieder zurückzufüllen.
Diese Pozedur wiederholte ich immer wieder, sodass ich ca. 100 Kugeln geformt habe! ... danach wusste ich was ich geleistet habe! Erstaunlich ist, dass in jedem dieser aufgeführten Fälle (die mit 3 Kugeln nicht mit eingerechnet, kann ich auch noch nicht), die Kugel anders geformt wird!
AHHHH! ...Freitag gehts weiter.

Ich bin mal gespannt, ob ich nach 3 Monaten Arbeit in der Eisdiele immer noch Eis mag (ich mag es verdammt gerne) ... also entweder komme ich spindeldür nach Hause, weil mir allein vom Süßigkeiten sehen total übel wird, oder ich bin dick wie eine Tonne, weil ich den ganzen Tag Eis essen kann...

7.9.11 15:01

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


chris (9.9.11 16:32)
klingt echt anstrengend und die gefahr, dass du dann kein eis mehr magst ist groß - also sei vorsichtig, was du da machst wenn du wieder nach germany kommst könntest du doch an der ph eis verkaufen - natürlich nur um dir die umstellung so einfach wie möglich zu machen

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